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Maroni

Der beste Snack auf dem Adventmarkt

Kastanien "aus dem Feuer holen" oder einfach ein Sackerl aufreißen: Maroni gibt es jetzt im Supermarkt gegart, geschält und aromatisiert.

Sie sind begehrte Begleiter bei Frost und Schnee: Im Spätherbst und Winter bieten Verkäufer auf den Weihnachtsmärkten im ganzen Land heiße Maroni feil. Die Nuss aus dem Süden entfaltet ihr typisches Aroma besonders gut, wenn sie gebraten wird. Das lässt sich auch daheim im Backrohr bewerkstelligen. Doch der Weg zum Genuss ist oft mühsam. Gut schälen lassen sich die Esskastanien meist nur, wenn sie noch brennheiß sind. Trotzdem bleibt manchmal das pelzige Häutchen am hellgelben Fleisch hängen und verdirbt den Genuss.

Als Alternative bieten Supermärkte fix und fertig zubereitete Maroni an: Gegart, geschält und neuerdings sogar mit Salz, Pfeffer oder Zimt verfeinert. Die Bequemlichkeit hat ihren Preis: Pro Kilo können 20 und mehr Euro fällig werden. Und schön anzuschauen sind die geschälten Nüsse oft auch nicht. Maroni-Aufstriche und Joghurts mit dem Aroma der Edelkastanie bieten viele Geschäfte im Winter an. Diese sind durch ihren hohen Zuckergehalt nicht unbedingt zu empfehlen.

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Gesunder Weihnachtssnack

Besser sind nicht verarbeitete Maroni. Egal, ob selbst gebraten oder von der Industrie vorgefertigt: Die köstlichen Baumfrüchte mit der holzigen Schale punkten mit ihrer Energiebilanz. 100 Gramm der geschälten Maroni haben nur rund 200 Kalorien. Zum Vergleich: Geröstete Erdnüsse haben rund 580 Kalorien, gebrannte Mandeln rund 500 Kalorien. "Deshalb sind Maroni auf dem Weihnachtsmarkt auch der gesündeste Snack, weil sie weniger Fett enthalten", sagt Diätologin Elisabeth Bauböck vom Landeskrankenhaus Schärding.

Doch Esskastanien sind nicht nur wegen ihres geringen Fettgehalts gesund. "Sie enthalten gute Stärke, die im Körper langsam verstoffwechselt wird", sagt die Ernährungsexpertin. Das ist für jeden Menschen empfehlenswert, besonderen Stellenwert hat dieses Faktum jedoch für Diabetiker. Diese sollten vermehrt auf Alternativen zu Weißmehl zurückgreifen.

Eine zweite Patientengruppe profitiert von diesem Produkt: Menschen mit Zöliakie, die eine extreme Unverträglichkeit gegen Gluten haben, können Kastanien bedenkenlos als Snack zwischendurch oder als Alternative zu Nudeln oder Brot nehmen.

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Vitamine und Spurenelemente

Auch andere Inhaltsstoffe machen Maroni zu einem wertvollen Lebensmittel. "Sie enthalten viele fettlösliche B-Vitamine. Die braucht der Mensch für die Nerven und den Zellstoffwechsel", sagt Bauböck. Weitere enthaltene Vitamine sind A, C und E. Das Spurenelement Mangan hilft dem Körper beim Entgiften. Auch hochwertiges Eiweiß gehört zu den positiven Bausteinen.

Die Edelkastanie mit ihren stacheligen Früchten ist Baum des Jahres 2018. Ihre Nüsse können roh, gekocht, gebraten oder geröstet gegessen werden. Vorsicht ist geboten, wenn die Ware schimmelt. Auch der Befall mit Würmern ist häufig und macht das Lebensmittel ungenießbar.
 

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Maroni-Tipps

  • Tadellose Esskastanien kaufen und richtig zubereiten:
  • Frisch sind Maroni, wenn bei der Druckprobe kein Hohlraum zwischen Frucht und Schale spürbar ist.
  • Maroni in lauwarmes Wasser geben. Jene, die schwimmen, aussortieren – sie sind von Würmern befallen. Die guten Früchte 30 Minuten im Wasser lassen.
  • Danach kreuzförmig oder mit Querschnitt einschneiden.
  • Auf dem schon heißen Blech bei 220 Grad im Ofen 20 bis 30 Minuten braten. Ein Schüsselchen Wasser dazustellen.
  • Zum besseren Schälen 10 Minuten in feuchtes Tuch wickeln und ausdampfen lassen.


OÖN Logo Dietlind Hebestreit

Gesundheitsmagazin der OÖNachrichten

28. November 2018


Bild: shutterstock


Zuletzt aktualisiert am 30. November 2018