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Unfallprävention Inline-Skating

Unfallprävention Inline-Skating Inline-Skating hat sich zum Breitensport entwickelt. Unzulängliche oder fehlende Ausrüstung sowie mangelnde Grundkenntnisse führen oft zu schweren Verletzungen, erklärt der Chefarzt des Samariterbundes Wien Primar Univ.-Doz. Dr. Helmut Seitz.

Als beliebter Breitensport wird Inline-Skating auch von Kindern gerne betrieben. Leider kommt es immer wieder zu Verletzungen, die nicht selten eine Spitalsbehandlung erfordern, so Seitz.

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Unfallort Gehsteig

Beim Inline-Skating ereignen sich Unfälle am öftesten auf Gehsteigen. Danach folgen Straßen, Sport- und Parkplätze und in seltenen Fällen auch der Kindergarten. Die häufigste Ursache für einen Sturz ist das Stolpern der Freizeitsportler, gefolgt von Zusammenstößen mit Autos, anderen Personen oder Fahrrädern.

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Knochenbruch

In mehr als der Hälfte aller Unfälle – 60 Prozent – bricht ein Knochen, bei zwei Drittel sind es die oberen Extremitäten. Brüche von Elle und Speiche sind die am häufigsten gestellte Diagnose. 17 Prozent der Unfälle haben Kopfverletzungen als Folge, die Hälfte davon sind Gehirnerschütterungen.

"Auch erwachsene Anhänger des Inline-Skatings sind durch potenzielle Verletzungen des Kopfes und der Halswirbelsäule mit oft fatalen Folgen besonders gefährdet", berichtet Primar Seitz aus langjähriger Erfahrung.

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Armbrüche

Mediziner erklären den hohen Anteil an Armbrüchen mit der reflexartigen Abwehrbewegung bei Stürzen. Der Sturz soll mit den Armen abgefangen werden, was Elle und Speiche dann oft schon einmal übel nehmen. Bei einem Drittel der Verunfallten war ein stationärer Aufenthalt nötig.

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Schutzausrüstung...

Der Samariterbund empfiehlt deswegen den unbedingten Gebrauch einer Schutzausrüstung: Helm, Handgelenkschoner, Ellbogen- und Knieschützer sind unerlässlich. „Fahrradhelme bieten dabei oft nur unzureichenden Schutz, da sie den Hinterkopf nicht zur Gänze bedecken“, erklärt der Samariterbund.

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...bleibt zu Hause liegen

Die Befragung von 126 Kindern ergab, dass nur 80 Prozent eine Schutzausrüstung besitzen. Mit dem Gebrauch schaut es aber schon schlechter aus: Nur bei 40 Prozent der voll Ausgerüsteten kommt die Ausrüstung auch zum Einsatz — am seltensten wird der Helm aufgesetzt.

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Skating-Führerschein...

Nicht selten können beim Skaten Geschwindigkeiten von 20 bis 30 Stundenkilometern erreicht werden. Der Samariterbund schlägt daher vor, einen Einsteigerkurs zu besuchen. Dennoch: „ Sind die grundlegenden Fahr- und Anhaltetechniken einmal erlernt, sollte das Fahren auf öffentlichen Straßen trotzdem unbedingt vermieden werden.“

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...auch für Erwachsene

Erwachsene, die die „Rollschuhe“ für sich erobern wollen, sollten zusätzlich bedenken: "Eine wesentliche Ursache für folgenschwere Unfälle ist, dass Erwachsene neue Bewegungsabläufe grundsätzlich langsamer und mühevoller erlernen als Kinder," so der Chefarzt des Samariterbundes Wien. Aus diesem Grund rät der versierte Unfallchirurg, dass auch Erwachsene auf jeden Fall Fahrkurse in Anspruch nehmen und "keinesfalls auf eine vollständige, qualitativ hochwertige Schutzausrüstung von Kopf bis Fuß verzichten sollten".

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Prävention

Als Maßnahmen zur Unfallverhütung empfiehlt der Samariterbund Wien folgende Regeln:

  • Schutzausrüstung anlegen
  • Anfängerkurs besuchen
  • "skate smart": achtsam und zuvorkommend fahren
  • So skaten, dass man die Situation unter Kontrolle hat
  • Immer auf der rechten Seite des Weges skaten
  • Überholen immer auf der linken Seite
  • Flächen mit starkem Fußgänger- und Radfahrverkehr meiden
  • Fußgänger und Fahrradfahrer im Auge behalten und ihnen Vorrang geben
  • Öffentliche Straßen und Fahrradwege meiden
  • Auf dem Bürgersteig Geschwindigkeit reduzieren, bremsbereit und vorausschauend fahren
  • Ölige, nasse, sandige und staubige Wege sowie Unebenheiten und Schotter meiden


Mag. Christian Boukal
Juni 2007

Foto: Bilderbox

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015