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Essenseinladungen schlank überstehen

Essenseinladungen schlank überstehen Nicht nur zu den Feiertagen stehen Einladungen aus dem Familien- und Freundeskreis auf dem Programm, auch im Sommer häufen sich die gemütlichen Treffen am Pool oder rund um den Griller. Und selbst wenn statt Torte oder Braten Spielkarten im Mittelpunkt stehen, fehlen selten Knabbereien auf dem Tisch.

Stehen die Gastgeber den ganzen Tag in der Küche, um für die Gäste ein feines Mahl zu bereiten, grenzt ein „Danke, für mich nicht, ich bin auf Diät“ fast an eine Beleidigung. Gänzlich enthaltsam zu sein, schaffen zudem die wenigsten – und das ist auch nicht das Ziel. „Essen hat schließlich etwas mit Geselligkeit und Genuss zu tun“, sagt Ute Rost, Diätologin an der Universitätsklinik des Saarlandes in Homburg. „Immer nur mit einem schlechten Gewissen zu essen, ist schädlicher, als auch mal über die Strenge zu schlagen“, ergänzt Ilona Zubrod, Ernährungsberaterin aus München.

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Auf die Auswahl achten

Viel gewonnnen ist schon, wenn man auf die richtige Auswahl der Speisen achtet. „Bei allem, wo die Betonung auf Obst liegt, etwa Apfelkuchen, können Sie nicht viel falsch machen“, sagt Rost. Das heißt noch nicht, dass auf die gelegentliche Nusstorte verzichtet werden muss: „Wenn Sie ein Stück essen, dann genießen Sie es auch und nehmen Sie lieber etwas weniger.“ Dass das Stück Torte etwas schmäler sein soll oder mit dem Nachbarn geteilt wird, beleidigt den Gastgeber weniger als eine strikte Ablehnung.

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Verbote

„Finger weg!“ gilt allerdings für Kekse oder Chips, die so nebenbei weggeknabbert werden. „Ein Keks allein macht nicht viel Schaden. Aber wenn man Kekse nebenher isst, weiß man später nicht, wie viele es waren“, sagt Zubrod. Dann ist es schon besser, das Stück Torte zu genießen, es dann aber auch nur bei diesem einen bewenden zu lassen.

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Heiße Schlacht am kalten Buffet

Am Buffet könnte alles viel einfacher sein – wenn es nicht zugleich auch schwerer ist. Viele gute Sachen laden zum Kosten ein und bald ist der Teller voll – speziell wenn man mit einem Bärenhunger kommt. „Ich würde einmal das komplette Buffet anschauen und dann gezielt Speisen auswählen, auf die ich besonders Lust habe oder die ich selten bekomme“, rät Lieberknecht. Gibt man dann noch auf die einzelnen Speisen Acht, muss der Gast die Waage nicht fürchten: Gemüse und Erdäpfel sollten als erstes auf den Teller, das Fleisch sollte eher die Beilage bilden.

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Damit das Dinnerjacket noch passt

Beim Abendessen mit Menüfolge bleibt dem Gast jedoch wenig Wahl: Will er höflich sein und den Teller nicht halbvoll zurückgehen lassen, isst er, was kommt. Aufessen muss er laut Ilona Zubrod aber nicht: „Heute ist es keine Schande mehr, etwas auf dem Teller liegen zu lassen.“

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Alkohol erst zum Schluss

Zum gemütlichen Abendessen gehört in unseren Breiten fast immer Alkohol. „Am besten sollte man zum Essen selbst keinen Wein trinken, sondern erst hinterher“, so Zubrod. Alkohol beschäftigt den Körper nämlich so sehr, dass er die nachgelieferten Speisen nicht ausreichend verarbeiten kann. „Die gehen dann direkt ins Depot, und was einmal dort ist, bekommen wir nicht so schnell weg.“


Mag. Christian Boukal, APA

Juli 2007


Foto: APA

Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015