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Deoroller

Aluminiumfreie Deos für Männer und Frauen

Bei Hitze oder Stress kann man schon mal ins Schwitzen kommen. Gegen schlechten Geruch hilft am besten ein Deo. Deos mit Aluminium allerdings stehen im Verdacht, Brustkrebs oder Alzheimer auszulösen, berichten die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer OÖ (AKOÖ).

 

Teilweise werden Deos ausdrücklich als „Antitranspirant“ bezeichnet. Aber nicht immer findet sich ein klarer Hinweis, was in den Produkten enthalten ist. Ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe ist wegen der unterschiedlichen Bezeichnungen oft verwirrend, die Schrift auf der Verpackung kaum lesbar. Für die interessierten Konsumenten wird es dann schwierig, sich vor dem Kauf zu informieren. Die Konsumentenschützer der AK OÖ fordern daher eine deutliche und klar erkennbare Kennzeichnung, ob Deos Aluminium oder auch Silber enthalten.

 

Für Konsumenten, die auf Aluminiumsalze im Deo verzichten wollen, hat die AK OÖ eine Liste der im Handel erhältlichen alufreien Deos für Frauen  und Männer zusammengestellt. 

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Mögliche Gefahren von Aluminium im Deo 

Schweißmindernde, antitranspriante Deos enthalten häufig Aluminium-Salze. Durch die Anwendung dieser verengen sich die Schweißdrüsen und die Schweißproduktion wird zeitweise gemindert. Über die Hautporen gelangen die Aluminiumsalze allerdings in den Körper und es kann zu allergischen Reaktionen kommen. Außerdem wird ein Zusammenhang mit Brustkrebs und Alzheimer diskutiert. Zwar gibt es derzeit noch keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise dafür, aber immer mehr Menschen sind verunsichert und suchen nach Alternativen. Achtung: Aluminiumhaltige Deos sollten jedenfalls nicht auf frisch rasierte Achseln aufgetragen werden. Durch die Rasur kann die Haut verletzt werden und dadurch mehr Aluminium in den Körper gelangen. Wer nicht auf die antitranspirante Wirkung von Aluminium verzichten will, sollte das Deo zumindest erst einige Stunden nach der Rasur auftragen. 

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Deos mit Alkohol 

Millionen winziger Schweißdrüsen sind die Klimaanlage unseres Körpers. Sie geben Schweiß auf die Haut ab, die Feuchtigkeit verdunstet und die Verdunstungskälte sorgt dafür, dass es der Körper schafft, seine Eigentemperatur konstant zu halten. Bewegung, Anstrengung, zu warme Kleidung, hohe Umgebungstemperatur, Krankheiten aber auch Angst und Stress bringen uns zum Schwitzen. Ein unangenehmer Geruch entsteht erst, wenn Bakterien den Schweiß zersetzen. Darum enthalten viele Deos Alkohol, der die Bakterien abtötet soll. Pflegende Substanzen wie etwa Aloe Vera und Glycerin sollen die Haut vor Reizungen schützen und Parfüm setzt die jeweilige Duftnote. 

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Nano-Silber ist keine unbedenkliche Alternative 

Nano-Silber gilt ebenfalls als sehr wirkungsvoll gegen Bakterien und wurde bisher vor allem in der Medizin eingesetzt. In der Kosmetik ist es umstritten, weil schädigende Wirkungen auf den Körper und das genetische Material befürchtet werden. Experten warnen außerdem, dass Bakterien durch den vermehrten Einsatz resistent gegen Nano-Silber werden und das den wirkungsvollen Einsatz in der Medizin gefährdet. 

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Tipps

  • Wenn Sie ein aluminiumfreies Deo kaufen wollen, achten Sie auf die Bezeichnungen Aluminium Chloride, Aluminium-Chlorohydrat, Kalium-Alaun (=Kalium-Aluminium-Sulfat) und Alaunsalz!
  • Ein altbewährtes Hausmittel gegen übermäßiges Schwitzen ist übrigens Salbeitee!


Mag. Christian Boukal

März 2016


Foto: shutterstock


‌ Zuletzt aktualisiert am 24. März 2016