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Mädchen gießt Kräuter im Topf

Vitaminbomben von der Fensterbank

Kresse, Senf und Soja – die selbst gezüchteten Minipflänzchen haben viele gesunde Inhaltsstoffe und machen Lust auf die Gartensaison.

Hobbygärtner stehen bereits in den Startlöchern, die Freude auf die "grüne" Zeit ist groß. Aber noch müssen sie sich mit dem Vorziehen der Pflanzen begnügen. Wer aber jetzt schon auf selbstgezüchtete Vitamine Lust hat, kann sich auf der Fensterbank gärtnerisch austoben. Kresse, Senf, Rettich und viele Arten von Bohnen lassen sich leicht ansäen und sind am Ende des Winters willkommene Vitaminlieferanten.

"Das Tolle ist, dass man für diese Minipflänzchen nicht einmal einen Blumentopf und Erde braucht", sagt Renate Filippitsch von der Samenhandlung Bruckschweiger in der Linzer Innenstadt. Eine Keimschale oder ein Keimglas würde absolut ausreichen. Ob Linsen, Mungobohnen, Rettich-, Senf-, Brokkoli- oder auch Kressesamen, sie alle wachsen zuverlässig in etwa drei bis fünf Tagen zu kleinen geschmacksintensiven Pflänzchen heran.

Sprossen und Keimlinge stehen auch bei ernährungsbewussten Köchen hoch im Kurs. Sie enthalten viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Außerdem sind sie energiearm und enthalten mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Für einen knackigen Salat eignen sich die Keime von Weizen, Roggen, Gerste und gekeimte Mungobohnen oder Linsen, aber auch Senf-, Sesam- und Sonnenblumenkeime.

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Kleine Energiespender

Kresse enthält viel Vitamin C und das lebenswichtige Spurenelement Jod, das für den Stoffwechsel unentbehrlich ist. Die scharfen Senföle in der Kresse desinfizieren die Harnwege, stärken die Blase und wirken harntreibend.

Wer regelmäßig Kresse isst, unterstützt die Arbeit der Nieren. Außerdem enthält Kresse viel Vitamin B1 und B6 sowie die Spurenelemente Eisen, Chrom und Phosphor.

An Mineralstoffen hat diese Pflanze Magnesium, Kalzium und Kalium zu bieten.

Rucola: Neben Vitamin C zählen auch bei Rucola Magnesium, Zink, Phosphor, Kalzium, Eisen, Kalium und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe zu den wichtigen Inhaltsstoffen. Dazu kommen Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6 und Vitamin E.

Senf: Das ätherische Öl des Senfs verleiht ihm sein scharfes Aroma und ist Teil seiner heilenden Wirkung. Es regt den Stoffwechsel an und befreit die Atemwege. 

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Gute Tipps für Kauf, Anzucht und Aufbewahrung

Beim Kauf des Saatgutes sollte man darauf achten, dass es sich um zertifizierte Keimsprossen-Samen handelt. Anderes Saatgut ist oft chemisch behandelt und daher ungenießbar.

Zum Keimen benötigen die Samen lediglich Wasser, Licht und Wärme. Erde brauchen sie nicht, Kresse und Rauke wächst auch auf einer feuchten Küchenrolle perfekt.

Mungobohnen, Alphalinsen und Rettich brauchen ein Keimglas. „Darin müssen sie zweimal täglich gut durchgespült, werden“, erklärt Renate Filippitsch von der Samenhandlung Bruckschweiger am Linzer Graben.

Aufbewahren kann man die Keime am besten im Kühlschrank. Da das Substrat feucht ist, ist es nicht notwendig,die Keime zusätzlich zu gießen. Man kann sie problemlos fünf bis zehn Tage gekühlt aufbewahren. Die Stängel und Wurzeln der Keime kann man übrigens auch mitessen. Einfrieren funktioniert nicht.

  


Logo OÖNachrichten Ulrike Griessl

Gesundheitsmagazin der OÖNachrichten

09. März 2016

 


Foto: shutterstock

‌ Zuletzt aktualisiert am 15. März 2016