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Schwangerschaft: Besser kein Alkohol und Nikotin

Schwangerschaft: Besser kein Alkohol und Nikotin Ungefähr jede vierte Schwangere in Österreich raucht, Mehr als die Hälfte der werdenden Mütter trinkt während der Schwangerschaft zumindest gelegentlich Alkohol. Grund genug um in Oberösterreich allen Mutter-Kind-Pässen eine neue Broschüre beizulegen.

Das Linzer „Institut Suchtprävention“ veröffentlicht in Kooperation mit der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse und der Ärztekammer OÖ eine neue kostenlose 24-seitige Informationsbroschüre mit dem Titel „Alkohol und Rauchen in der Schwangerschaft“.

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Tabu und Mythen

Gesundheitliche Gefährdungen des ungeborenen Kindes durch den Konsum von Alkohol oder Nikotin während der Schwangerschaft umfassen ein breites Spektrum. Es reicht von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen bis zu kognitiven Entwicklungsverzögerungen und körperlichen Fehlbildungen.

Dabei ist Alkohol- und Nikotinkonsum während der Schwangerschaft nach wie vor ein großes Tabuthema, stellt das Institut Suchtprävention fest. Das Institut ortet in der Bevölkerung zahlreiche Meinungen und Mythen, fundiertes und gesichertes Wissen ist hingegen gering. So hat das Ungeborene etwa keine starken Entzugserscheinungen, wenn die werdende Mutter mit dem Rauchen aufhört.

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Verzicht ist auf jeden Fall positiv

Fest steht: Sämtliche negative Folgen, die durch Alkohol oder Nikotin verursacht werden, sind vermeidbar, indem auf den Konsum dieser Substanzen verzichtet wird. Zudem ist in der Schwangerschaft die Bereitschaft und Motivation das eigene gesundheitsbezogene Verhalten zu überdenken und zu verändern überdurchschnittlich hoch.

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Neue Broschüre

Aus diesem Grund hat das Institut Suchtprävention die kostenlose Broschüre „Alkohol und Rauchen in der Schwangerschaft“ entwickelt. Die Broschüre wird ab sofort in Kooperation mit der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse und der Ärztekammer OÖ herausgegeben. Auf 24 Seiten wird sachlich und sensibel zu diesem Thema informiert.

In den nächsten drei Jahren wird sie allen Mutter-Kind-Pässen in Oberösterreich beigelegt. Somit ist gewährleistet, dass jede Schwangere in Oberösterreich diese wichtigen Informationen erhält.

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Fragen und Antworten

Das Heft befasst sich mit der Frage „Schadet Passivrauch meinem Baby?“ ebenso wie mit den oft kontrovers diskutierten Themen „Alkohol und Stillen“ oder „Rauchstopp während der Schwangerschaft“. Die Broschüre ist im Format des Mutter-Kind-Passes gestaltet und wird ab sofort an sämtliche gynäkologische Krankenhaus-Ambulanzen, niedergelassene Fachärzte und ausgewählte Beratungsstellen (ZOE, Integrationsstelle Dialog, Frauengesundheitszentrum) im Oberösterreich verteilt. Zudem steht die Publikation auf der Homepage des Instituts Suchtprävention ( www.praevention.at > Rubrik Angebote/Infomaterialen) zum Download bereit. Oder Sie verwenden den Link in der rechten Leiste dieser Seite.

Mag. Christian Boukal
März 2010


Foto: Bilderbox

‌ Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015