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Kinderunfälle: Sport reduziert Verletzungsrisiko
Kinderunfälle: Sport reduziert Verletzungsrisiko Die vergangene Fußballweltmeisterschaft nimmt das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) zum Anlass, auf die Wichtigkeit von Bewegungsförderung im Kindesalter hinzuweisen. Fußball und ähnliche Sportarten reduzieren nämlich das Verletzungsrisiko.

Etwa 47.500 Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren verletzen sich jährlich bei Unfällen zuhause oder in der Freizeit so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Dabei passieren drei von fünf Unfällen in der eigenen Wohnung oder in deren näherer Umgebung.

Brüche und offene Wunden

Häufigste Verletzungen sind Knochenbrüche (43 Prozent), gefolgt von offenen Wunden (16 Prozent). „Leichte Verletzungen beim Spielen gehören zur kindlichen Entwicklung dazu. Das Risiko schwerer Unfälle und damit auch schwerer Verletzungen wird jedoch maßgeblich reduziert, wenn Kinder sich aktiv bewegen. Mangelnde Bewegung führt hingegen zu Ungeschicklichkeit und geringer Muskelkraft“, sagt Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Forschung im KfV.

In der vergangenen Fußball-Weltmeisterschaft sieht Dunzendorfer einen guten Anlass, Kinder für Sport zu begeistern und damit Bewegung zu fördern. „Viele Eltern unterbinden die Bewegungsfreude ihrer Kinder aus Angst vor Unfällen und Verletzungen, oft versitzen die Kinder zu viel Zeit vor dem Fernseher oder Computer. Einerseits werden dadurch die für die psychische Entwicklung wichtigen Sozialkontakte verringert. Andererseits trägt Bewegungsförderung ganz maßgeblich dazu bei, die Unfallgefahr von Kindern zu reduzieren“, so Dunzendorfer.
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Bewegungsförderung macht sicher

Fußball spielen eignet sich besonders zur allgemeinen Bewegungsförderung. Aufgrund der Vielseitigkeit dieses Spiels werden unterschiedliche motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten geschult. Als Teamsportart wird darüber hinaus die soziale Kompetenz gestärkt. Fußball ist in Österreich eine der beliebtesten Sportarten, dementsprechend groß ist das Angebot an Fußballplätzen und Vereinen. „Egal, ob Fußball oder andere Sportarten: Bewegungsförderung macht sicher, denn durch regelmäßigen Sport werden Gleichgewicht, Koordinationsfähigkeit und die konditionellen Aspekte Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit trainiert. Zudem kann die Reaktionsgeschwindigkeit gesteigert werden. Diese Fähigkeiten sind essenziell, wenn es darum geht, in gefährlichen Situationen rasch und richtig zu reagieren“, sagt Dunzendorfer. So kann das Risiko von Verletzungen reduziert werden.
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Bewegungsfreude nicht einschränken

Im Kindesalter werden Bewegungsabläufe im Vergleich zum Erwachsenenalter deutlich schneller gelernt und aufgenommen. Ausreichende Freiheiten beim Ausleben des kindlichen Bewegungsdrangs fördern dazu selbstständige Gefahreneinschätzung und Entwicklung eines Risikobewusstseins. Aber auch die Benutzung von Spielplätzen und unterschiedlichen Geräten, wie zum Beispiel Laufrädern, tragen zur motorischen Entwicklung bei. Bewegungsförderung allein ersetzt jedoch nicht die erhöhte Aufmerksamkeit, die der Sicherheit von Kindern dennoch gewidmet werden muss.

Mag. Christian Boukal
Juli 2010


Foto: Bilderbox
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