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Neues Gesundheitsportal
Neues Gesundheitsportal Qualitätsgesicherte Informationen zu Medizin- und Gesundheitsthemen bietet ein neu eingerichtetes Gesundheitsportal im Auftrag des Gesundheitsministeriums. Wissenswertes zu Themen wie Asthma, Brustkrebs, Diabetes und Schlaganfall finden Sie unter www.gesundheit.gv.at. Daneben wird auch über Gesundheitsleistungen und –vorsorge, Mutter und Kind und Wissenswertes über Laborbefunde berichtet.

Längst nicht alles, was im Netz an Gesundheitsinformationen auftaucht, ist seriös. Eine möglichst verlässliche Quelle für Auskünfte in Medizin- und Gesundheitsfragen soll jetzt ein im Auftrag des Gesundheitsministeriums erstelltes Portal bieten. Systematische Recherchen und ein mehrstufiges Prüfungsverfahren garantieren ein höchstes Maß an Qualität und Sicherheit. Das Portal ist werbefrei. In Zukunft könnte der einzelne Bürger darin sogar die Eintragungen in seiner elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) aufrufen, wurde bei der Präsentation des Projekts Mitte Jänner 2010 berichtet.

„Viele Menschen erwarten sich mehr Information. Wir haben in Studien festgestellt, dass die österreichische Bevölkerung sich in einem hohen Ausmaß Informationen aus dem Internet holt, aber diesen Informationen wenig vertraut“, sagte Gesundheitsminister Alois Stöger. „Die Nutzer können sich darauf verlassen, dass die Informationen von unabhängigen Expertinnen und Experten geprüft wurden und frei von Firmeninteressen und Werbung sind", so der Minister.

Moderne Plattform

„Gesundheit Österreich“ (GÖG) – die Dachgesellschaft des Österreichischen Bundesinstituts für Gesundheitswesen, des Bundesinstituts für Qualität im Gesundheitswesens und dem Fonds Gesundes Österreich – hat im Auftrag ein Portal geschaffen, das Informationen zu Krankheiten, Vorsorge, Diagnose und Behandlungsalternativen sowie Service-Angebote umfasst. Derzeit sind rund 450 Eintragungen, 900 Lexikon-Artikel und beispielsweise 150 Laborwerte (Referenzen etc.) aufgenommen. Hinzu kommen leicht abrufbare Informationen über Behandlungseinrichtungen, Spitäler und andere Fachinstitutionen. An Krankheits-Themen sind bisher allerdings erst fünf aufgearbeitet. Doch das ist ein laufender Prozess. Die Erstellung erfolgt qualitätsgesichert und unabhängig. Gleichzeitig gibt es Querverweise beziehungsweise Kooperationen mit Ärzte- und Apothekerkammer, der Agentur für Ernährung und Gesundheit (AGES) und anderen Stellen.
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ELGA

Langfristig soll das Portal aber auch dem Zugang der teilnehmenden Bürger am ELGA-System (Elektronische Gesundheitsakte) mit seinem webbasierten Befundverzeichnis, Medikationsliste und anderen wichtigen individuellen Gesundheitsdaten dienen. Die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft ELGA, Dr. Susanne Herbek, stellt fest: „Wir wollen über das Portal die eigenen Informationen verfügbar machen.“ Das ist allerdings noch ein Zukunftsprojekt.

Mag. Christian Boukal
Februar 2010


Foto: Bilderbox
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