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Stürze im Badezimmer

Stürze im Badezimmer Bei Stürzen im Badezimmer oder WC sind Senioren besonders gefährdet: Rund 6.000 verletzen sich jährlich so schwer, dass sie im Krankhaus behandelt werden müssen, berichtet das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Mit einfachen und billigen Methoden ließen sich die Risiken wirkungsvoll verringern.

 

Jährlich müssen sich etwa 12.000 Menschen nach Stürzen im Bad oder WC in Spitalsbehandlung begeben. Jeder Zweite davon ist 60 Jahre oder älter, so das KfV. „Im Badezimmer lauern Gefahren, die den Bewohnern oft gar nicht bewusst sind. Ausrutschen auf nassen Fliesen, Stolpern über rutschende Badezimmerteppiche oder ein Gleichgewichtsverlust beim Heraussteigen aus der Badewanne — das sind häufige Sturzursachen, die zu schweren Verletzungen führen können“, warnt Dr. Anton Dunzendorfer, Leiter des Bereichs Heim, Freizeit & Sport im Kuratorium. Knapp die Hälfte der im Bad gestürzten Senioren zieht sich einen Knochenbruch zu, ein Viertel erleidet Prellungen. Jeder Zehnte muss aufgrund einer Gehirnerschütterung im Spital behandelt werden. „Im höheren Erwachsenenalter heilen derartige Verletzungen deutlich schlechter als in jungen Jahren. Dabei gibt es einfache und kostengünstige Maßnahmen, die das Sturzrisiko im Bad deutlich verringern“, sagt Dunzendorfer.

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Rutschfeste Matten und Haltegriffe

Rutschfeste Matten mit Saugnäpfen vor und in der Badewanne sind schnell angebracht und bieten auch bei nassen Füssen Halt. Badezimmerteppiche sollten auf der Bodenseite ebenfalls rutschfest gummiert sein. Bei Verringerung der Beweglichkeit und Körperkraft im Alter können Haltegriffe in der Dusche, bei der Wanne und im WC eine Stütze sein, so das KfV. „Besonders Personen mit Bewegungseinschränkungen benötigen Hilfen, die ihnen den Alltag erleichtern und Verletzungen verhindern. Haltegriffe in Bad und WC sind einfache und kostengünstige Hilfsmittel, um Stürze zu verhindern“, rät Dunzendorfer. Sicherheitsgriffe und Wanneneinstiegshilfen sind im Sanitärfachhandel erhältlich und können schnell und einfach montiert werden.

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Barrierefreies Bauen beugt Unfällen vor

Der rechtzeitige barrierefreie Umbau des Badezimmers reduziert die Unfallgefahr deutlich. Der Umstieg von einer Badewanne auf eine barrierefreie Dusche mit ebenerdigem Einstieg vereinfacht die Körperpflege deutlich. Ein Klappsitz sowie Haltegriffe in einer geräumigen Dusche beugen Unfällen vor. Sollte doch einmal etwas passieren, müssen Helfer schnell zur Tat schreiten können. Badezimmer- und WC-Türen sollten daher nach außen geöffnet werden können. „Schon beim Bau sollte auf Barrierefreiheit geachtet werden und beispielsweise Türschwellen möglichst vermieden werden. Auch wenn man sich fit und rüstig fühlt, rechtzeitige Sicherheitsvorkehrungen verhindern Unfälle und erleichtern den Alltag — nicht nur im Alter“, empfiehlt Dunzendorfer.

 

Mag. Christian Boukal
November 2008

Foto: Bilderbox

‌ Zuletzt aktualisiert am 11. März 2015