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Schwimmen Sie sich gesund

Schwimmen Sie sich gesund Schwimmen stärkt Gesundheit und Wohlbefinden und hat das ganze Jahr über Saison. Ganz besonders viel Spaß macht Schwimmen im Sommer während der Freibad-Zeit.

Schwimmen gilt als eine der gesündesten Sportarten überhaupt: Es bringt das gesamte Herz-Kreislauf-System in Schwung und trainiert den Herzmuskel. Nachgewiesen ist auch, dass regelmäßiges, moderates Training den Cholesterinspiegel sowie die Risiken für Diabetes und Arteriosklerose senkt, berichtet der deutsche Mediendienst obx-medizindirekt.

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Alles in Bewegung

Schwimmen trainiert die Muskelkraft, weil die gesamte Körpermuskulatur in Bewegung ist, und nagt durch vermehrten Kalorienverbrauch am überflüssigen Gewicht. Es stärkt auch das Immunsystem, hilft beim Abnehmen und wirkt sich günstig auf chronische Krankheiten wie Diabetes mellitus und Bluthochdruck aus. Selbst wenn Arthrose die Möglichkeiten eines körperlichen Trainings einschränkt, kann Schwimmen helfen. Das Wasser nimmt die Körperlast von Rücken und Gelenken, man fühlt sich schwerelos. Menschen mit Bluthochdruck-Erkrankung werden feststellen, dass regelmäßiges Schwimmen auch zur Blutdrucksenkung beiträgt, Diabetiker eine Senkung des Blutzuckerwerts bemerken.

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Die richtige Technik ist wichtig

Soll Schwimmen seine gesundheitsfördernde Wirkung voll entfalten ist die richtige Technik wichtig – besonders wenn orthopädische Probleme vorliegen. Falsches Brustschwimmen mit krampfhaft nach hinten gestrecktem Kopf etwa kann die Halswirbelsäule zusätzlich belasten. Auch bei falscher Rückenschwimm-Technik – mit dem Kinn auf der Brust – wird der Wirbelsäule nicht geholfen. Bei orthopädischen Problemen sollte mit dem behandelnden Arzt besprechen werden, welche Schwimmtechnik oder welches körperliche Training im Wasser (etwa Aqua Jogging) am besten geeignet ist.

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Geeigneten Stil selbst finden

Schwimmen bietet unzählige Möglichkeiten, seinen eigenen Stil zu finden: Stil und Tempo bestimmen Sie selbst. Dabei kann man auch im kühleren Nass durchaus ins Schwitzen kommen. Auch wenn uns das Wasser weitgehend trägt, leistet es bei der Fortbewegung doch erheblichen Widerstand. Jeder Schwimmstil hat seine Vorteile, also kann man sich ruhig für den Stil entscheiden, der einem am meisten Spaß macht.
Gerade wenn lange keinen Sport betrieben wurde, sollte bedacht werden, dass es nicht auf Schnelligkeit, sondern auf Regelmäßigkeit und Ausdauer ankommt. Schließlich sollten nicht sportlichen Höchstleistungen sondern das Wohlbefinden im Mittelpunkt stehen. Tempo und Distanz können nach und nach gesteigert werden.

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Keine Angst vor Warzen und Fußpilz

Viele Menschen meiden öffentliche Bäder aus Angst vor Ansteckung mit Krankheiten. Wasser in modernen Schwimmbädern wird durch Einsatz von Filtern und Chemikalien kontinuierlich gereinigt. Die Wirksamkeit der Filter und die Sauberkeit werden regelmäßig kontrolliert. Chlor im Wasser und auch ultraviolettes Licht töten Mikroorganismen ab, ohne den Schwimmern zu schaden. Labile Viren wie Erreger von z.B. Hepatitis A-Virus oder Hepatitis B-Virus überleben das nicht. Schwimmen in öffentlichen Bädern ist deshalb ein gesundes Vergnügen, wenn man einige Regeln beachtet.

Vor Warzeninfektionen zum Beispiel schützen Badesandalen. Sie helfen zudem, Stürze zu vermeiden. Ebenfalls ein Muss: intensives Duschen nach dem Schwimmen. Sollten Sie sich trotzdem mal Warzen „einfangen“: Gehen Sie umgehend zum Arzt, damit die Infektion sich nicht ausbreiten kann.
Für viele Schwimmer ist Wasser in den Ohren auch in Seen und Meeren ein Problem. Wenn das Wasser nicht wieder ausfließt, kann es zu Entzündungen des äußeren Gehörganges kommen. Hier helfen speziell geformte Ohrstöpsel ebenso wie alkoholhaltige Ohrentropfen nach dem Schwimmen oder Tauchen. Diese sind in der Apotheke erhältlich. Das Chlor im Wasser kann, ebenso wie salzhaltiges Meerwasser, die Augen reizen. Eine Schwimmbrille schützt davor wirksam.
Ebenfalls wichtig: Sie sollten niemals mit vollem Bauch ins Wasser gehen. Mindestens zwei Stunden vor dem Schwimmen nichts mehr essen, damit der Atmungs- und Bewegungsrhythmus nicht gestört wird. Die Bewegungen fallen dann viel leichter.

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So finden Sie die richtige Technik

Am Anfang am besonders Rückenschwimmen geeignet. Das viele Sitzen im Alltag belastet unseren Rücken. Rückenschwimmen entlastet die Wirbelsäule, macht sie beweglich und stärkt die Rückenmuskulatur. Kopf und Nacken werden vom Wasser getragen. Auch das Atmen ist leicht, denn das Gesicht bleibt die ganze Zeit über Wasser.
Der verbreitetste Schwimmstil ist das klassische Brustschwimmen – ein optimales Training für Brust-, Arm- und Schultermuskeln. Dabei sollte der Körper möglichst waagerecht im Wasser liegen und der Kopf nur zum Atmen aus dem Wasser gehoben werden. Hält man den Kopf beim Schwimmen angestrengt über Wasser, kann sich die Nackenmuskulatur verspannen.
Am meisten Kraft, Ausdauer und Konditionen fordert das Kraulen. Diese Schwimmtechnik stärkt und fordert vor allem die Armmuskulatur, die den größten Anteil an der Fortbewegung leistet.
Anfänger und Eingerostete sollten mit einer Kombination aus zwei Schwimmstilen starten: Zuerst eine Bahn Brust, dann eine Bahn Rücken. Nehmen Sie sich eine bestimmte Strecke vor und achten Sie nicht auf die Zeit. Legen Sie ruhig Pausen ein und schwimmen Sie weiter, wenn Sie wieder können.

Mag. Christian Boukal
Juli 2012


Foto: obx-medizindirekt

‌ Zuletzt aktualisiert am 27. Juli 2015