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Speiseöle

VKI-Test: Glänzendes Ergebnis für Raps- und Sonnenblumenöle

Sonnenblumenöl und Rapsöl sind die unauffälligen „Allrounder“ im Küchenbereich. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat jetzt untersucht, wie es um die Qualität der „Alltagsöle“ bestellt ist.  

Raps- und Sonnenblumenölen wird allgemein weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei sind sie in der kalten wie auch in der warmen Küche meist eine sehr gute Wahl. So enthält das Produkt der gepressten Rapssamen zum Beispiel die ideale Mischung aus Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die verarbeiteten Sonnenblumenkerne wiederum liefern reichlich Vitamin E. Ihre gesundheitsfördernde Wirkung wird auch nicht durch etwaige Schadstoffe beeinträchtigt, das veranschaulicht der Test des VKI.  

Zehn Rapsöle und fünf Sonnenblumenöle mit Preisen von 1,39 bis 5,99 Euro pro Liter wurden getestet. Darunter waren neben raffinierten Ölen auch Produkte, die als nativ oder kaltgepresst gekennzeichnet waren sowie fünf Bioprodukte. Alle Proben wurden auf Schadstoffe untersucht, die Kennzeichnung der Produkte wurde überprüft und zusätzlich wurden die Hersteller nach Abfüllort und Herkunft der Rohstoffe befragt.  

Nur ein Sonnenblumenöl scherte etwas aus der Reihe der gar nicht oder nur ganz gering mit Schadstoffen belasteten Produkte aus. Dieses Erzeugnis muss sich mit der Note „durchschnittlich“ abspeisen lassen, so der VKI. Die weiteren Sonnenblumenöle glänzten mit drei „sehr gut“ und einem „gut“. Und bei den zehn Rapsölen geht das Testergebnis wirklich runter wie Öl: Gleich neun „sehr gut“ und ein „gut“ lautet hier die Bilanz. 

„Der Test zeigt, dass die Konsumentinnen und Konsumenten beim Einkauf von Sonnenblumen- und Rapsöl kaum etwas falsch machen können. Die meisten Produkte sind von sehr hoher Qualität. Nur bei der Kennzeichnung könnten einige Unternehmen genauer sein“, erklärt Mag. Nina Siegenthaler, VKI-Ernährungsexpertin. 

Was Kunden, die auf österreichische Produkte besonderen Wert legen, freuen darf: Die Testsieger aus den Kategorien Rapsöl und Sonnenblumenöl haben beide eine heimische Herkunft der Rohstoffe und einen heimischen Abfüllort. Der Sonnenblumenöl-Testsieger ist zudem laut VKI noch bio. Wobei bio bei Sonnenblumenölen bereits sehr üblich ist. Ganz im Gegensatz zu den Rapsölen - mehr als 80 Prozent der angebotenen Produkte werden weiterhin konventionell hergestellt. 

Was die Aussagekraft der Preise betrifft: Auch diesmal zeigt sich, dass die Qualität nicht mit den Kosten in einer Beziehung steht. So sind zum Beispiel bei den Rapsölen die billigsten und teuersten Produkte praktisch gleich gut bewertet. Der eindeutige Punkte-Sieger stammt aus dem preislichen Mittelfeld. 

Den vollständigen Bericht gibt es in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.konsument.at.

 

Cornelia Schobesberger

Juni 2018


Bild: shutterstock



Zuletzt aktualisiert am 01. Juni 2018